HEXEN UND SALIGE Dramolette | Generationentheater
Premiere: 08. Juni 2012 20h
weiters: 10. Juni um 18 Uhr, 11.6.,13.6.,14.6.,15.Juni um 20 Uhr, 12. Juni Schülervorstellung um 11 Uhr.


4 DRAMOLETTE
1. "Hagazussa" von Christine Frei
2. "Tandaradei!Die Mantelfahrerin aus dem Waltherpark"von Christoph W. Bauer
3. "Kampf der Frauen" von Maxi Obexer
4. "Die Zahligen" von Heinz D. Heisl

Info/Kartenreservierung unter: 0664-2425 993, gertraud.kopp@gmx.at

Es spielen:

Rosmarie Aufderklamm, Evelin Huter, Sonja Krejci, Gudrun Obitzhofer
Walter Plattner, Karin Schebesta, Alfgund Schett, Gigi Schneider,
Karin Schrittwieser

Leitung/Regie: Gertraud Kopp
Dramaturgie/Co-Regie: Andrea Hügli
Ausstattung: Nikolaus Granbacher
Die Rechte liegen bei den Autor/Innen

Eintritt: 12 Euro, für Senioren 10 Euro und für Studierende 6 Euro

Eine Produktion des Vereins Brekzie ZVR 494830442
www.diemonopol.net

K R I S I S | Generationentheater
Premiere: 17. Januar 2012 20h
weiters: Vorstellungen: Do. 19.1., Fr. 20.1., Sa. 21.1.um 20 Uhr, So. 22.1. um 18 Uhr, Do. 26., Fr. 27., Sa. 28.1. um 20 Uhr ,Vorstellungen für Schulen am Vormittag nach Vereinbarung. Kartenbestellung unter:0664-2425 993, gertraud.kopp@gmx.at


Es spielen:
Rosmarie Aufderklamm, Evelin Huter, Sonja Krejci, Gudrun Obitzhofer
Walter Plattner, Karin Schebesta, Alfgund Schett, Gigi Schneider,
Karin Schrittwieser

Regie/ Bühnenfassung: Marc Pommerening
Dramaturgische Beratung: Andrea Hügli
Leitung: Gertraud Kopp
Ausstattung:Nikolaus Granbacher

Zum Stück:
Jeder, den die Weltlage an sich und die Griechenland-Krise insbesondere zur Politikverdrossenheit verleitet, kann vom klassischen Hellas erfahren, wie weit demokratische Teilhabe auch in Ausnahmesituationen gehen kann.
Wer sich vom Theater eine wenn nicht unmittelbar politische, so doch gesellschaftlich relevante Wirkung erhofft, blickt mit Neid und Wehmut auf die Zustände, die im klassischen Hellas Tragödie und Komödie in den Mittelpunkt des öffentlichen Diskurses stellten.
Wie im 5. Jahrhundert v. Chr. stehen bei uns engagierte Amateure auf der Bühne.
Der Autor Marc Pommerening hat aus den Komödien „ Der Friede“, „Pluto, der Geldgott“ und „Die Vögel“ von Aristophanes ein „Aristophaneskomplott" geschmiedet:
Was wäre wenn ... ?
Ändert sich etwas, wenn der blinde Geldgott sehend wird?
Im zutiefst demokratischen Gestus der attischen Komödie wird ein lebendiger, oft auch kontroverser Diskurs über unmittelbaren Bürgerprotest in Szene gesetzt, dessen Formen auf uns überraschend modern wirken.
"die monopol" spielt Polis.
Derb und galant. Sinnlich, jedoch von ernsten Absichten geleitet.

Ort:
diemonopol: Egger-Lienz-Str. 20 (hinter dem Eurospar) , 6020 Innsbruck
www.diemonopol.net

Eintritt: 12 Euro, für Senioren 10 Euro und für Studierende 6 Euro

Eine Produktion des Vereins Brekzie ZVR 494830442

Brüllendes Schweigen | Generationentheater
Premiere: 26. Mai 2011 20h
weiters: Vorstellungen: am 28.und 30. Mai, 7. und 8. Juni um 20 Uhr ,Nachmittagsvorstellung am Sonntag, 29. Mai um 18 Uhr , Vorstellungen für Schulen am Vormittag um 11 Uhr: am 31. Mai, 1., 9. und 10.Juni


Generationentheater in diemonopol

Es spielen:
Rosmarie Aufderklamm, Margot Gasse, Sonja Krejci, Walter Plattner, Karin Schebesta, Gigi Schneider, Karin Schrittwieser,

Autorin / Bühnenfassung: Christine Frei
Recherche / Leitung: Gertraud Kopp
Regie: Andrea Hügli
Ausstattung: Nikolaus Granbacher

Zum Inhalt:

Brüllendes Schweigen
von Christine Frei

Was geht in einer vor, die überlebt und zurückkehren darf, in die Stadt, die sie nicht mehr haben wollte, weil sie nach den Nürnberger Gesetzen ein Mischling 1. Grades und damit den arischen Tiroler Mitschülerinnen nach dem Anschluss nicht mehr als Schulkollegin zuzumuten war. Sie hat den Kindertransport in die Niederlande überlebt, während ihre Cousine 1942 nach Auschwitz gebracht wurde. Inge Brüll, um die es in der neuesten Produktion des Generationentheaters unter anderem geht, hat sich entschieden, sich zu erinnern und zu sprechen. Mit allen Konsequenzen auch für die eigene Lebensführung. Andere haben geschwiegen, weil sich niemand wirklich für ihre Geschichte interessiert hat.

Sie sind um 40 Jahre zu spät dran,’ meinte eine, die ebenfalls 1939 mit dem Kindertransport nach England gebracht wurde und deren Erinnerungen bislang noch nirgends abgedruckt sind. Das Schweigen und Verdrängen ist nach wie vor sehr manifest in dieser Stadt. Und immer wieder schlägt einem der Satz entgegen: Man müsse doch endlich mal gut sein lassen. Und jene Frau, die so lange nicht gesprochen hat, meinte zuletzt nur lakonisch: ‚Wissen Sie, was wirklich grässlich ist. Die Geschichte wiederholt sich unentwegt.’ Auch dem möchte das Theaterprojekt ‚Brüllendes Schweigen’ nachgehen.

Kartenbestellung und Informationen unter: E-Mail: gertraud.kopp@gmx.at; Tel: 0664-2425 993;
www.diemonopol.net
Preis 12.- Euro, für Senioren 10.- Euro und für Schüler/Studierende 6.- Euro

Teilnahme am Seniorentheaterfestival in Klausen vom 2.6.bis 5.6. 2011

Wir danken
Thomas Albrich (Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck),Julia König, Joefine Justic (Stadtarchiv Innsbruck), Gertraud Wilfling, Martin Achrainer, Oliver Seifert, Gerda Hofreiter, Horst Schreiber, Ruth Deutschmann, Benjamin Epp, Ekkehard Schönwiese (Virtuelles Haus der Geschichte), Manfred Mühlman (www.novemberpogrom1938.at), deren Recherchen, historische Aufarbeitung und Dokumentation die faktische Grundlage für dieses Theaterprojekt bildet. Unser besonderer Dank gilt natürlich den Zeitzeuginnen Inge Brüll und E.W., deren Lebensgeschichten uns zu diesem Stück inspirierten.

Eine Produktion des Vereins Brekzie ZVR 494830442

REZENSIONEN/ MEINUNGEN:

War sehr beeindruckt von Deiner Umsetzung des Themas, und die SeniorInnen haben das wunderbar gespielt. Die wenigsten TirolerInnen wissen über dieses Kapitel der Innsbrucker Stadtgeschichte Bescheid.

‚Die Senioren-DarstellerInnen haben für mich sehr berührend und echt gespielt. Das Schattentheater wirkt einmalig und gibt der Bühne eine besondere Atmosphäre. Es ist Dir gelungen, in diesem Stück eine Fülle an historischen Tatsachen spannend und berührend dem Publikum näher zubringen. Alles in allem bin ich dann sehr nachdenklich nach Hause gegangen.’

Herzliche Gratulation und danke für Ihr neuestes Stück. Sehr gut gelungen, wie Sie die vermutlich chronologischen Erzählungen und Unterlagen in Szenen aufgelöst oder neu gestaltet haben. Am Eindringlichsten blieb mir die Szene in Erinnerung, wo die zurückgekehrte Frau B. eine ehemalige Schulkollegin oder Freundin anruft und sich diese durch ihre Sekretärin verleugnen lässt, sie sei bei einer Kundschaft. Da kommt die ganze Einsamkeit zum Ausdruck, die abgebrochenen Kinder- oder Jugendfreundschaften, die Schwierigkeiten bei der Suche nach gesellschaftlichem Anschluss. Ich habe es auch sehr gut gefunden, dass die Rollen als Kinder von älteren Schauspielerinnen dargestellt wurden. Die Darstellung durch Laien bringt eine eigenartige Echtheit mit sich. Es ist ein sehr ernstes Stück, bei dem man sich unwillkürlich immer frägt, wie hätte man sich selber verhalten. Ist das nicht der wahre - oder ein wahrer - Sinn des Theaters?

Einen besonderen Dank an dich, dass du mich motiviert hast, mal wieder was für mein Hirn und mein Herz zu tun, anstatt abends zu arbeiten oder vor dem Fernseher zu liegen. Das Stück hat mich sehr berührt, denn ich komme aus einer Mitmach-Familie, aber so genau weiß ich das nicht, denn man hat nie viel darüber gesprochen… Auf meine Fragen bekam ich auch die Antwort, dass ich doch nun mal aufhören solle, das alte Zeug hervorzukramen…..

witzig, das möbelhaus brüll ist mir in erinnerung, ( cafe schindler sowieso) eh ein wahnsinn was einem von/nach dieser zeit so alles im gedächtnis ist, bzw wieder auftaucht, meine eltern haben dazumal das thema ja überhaupt nicht angesprochen....mutti hat immer gesagt . hüte dich vor den gezeichneten. deine oldies waren grandios! wir hatten ja echt keine ahnung, und somit auch nicht wirklich eine vorstellung.

Christine Frei bürgt für Qualität. Liebe Christine, ich gratuliere Dir!

hab heut dein stück gesehen - einfach berührend und gleichzeitig erschütternd - dennoch geschichte be - und verarbeitet, ohne zu werten, aber für jeden als "furchtbare geschehnisse" erkennbar - und man darf sie nicht vergessen - nicht unsere generation (siehe migranten- erfahrungen beiderseits) und nicht die nächsten generationen. … vom stück so ergriffen, hab ich die schauspieler nicht erwähnt. sie waren durchwegs beeindruckend. sehr gut gefiel mir die szene, wo sie teenager spielten, denn hier sah man, dass sie genau noch in erinnerung hatten, wie sie sich als teenies erlebten.

Wenn es stimmt, dass gute SchauspielerInnen während ihrer gesprochenen Worte gleichzeitig genau auf das Echo lauschen, das in ihnen erweckt wird, so war dieses Spielen mediumistisch - die SchauspielerInnen waren von der Idee "durchdrungen" (Grotowski).

Ein tolles Stück hast du wieder aufgestellt, gratuliere. Sehr wichtig, dass du dieses Thema aufgegriffen hast und dass vor allem auch Kinder damit konfrontiert werden. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich das so abgespielt hat. Und dann will keiner dran rühren. Hauptsache heil geblieben. Und diejenigen, die ihre Liebe verloren haben, müssen selbst schauen, wie sie darüber hinwegkommen. Wird vielleicht schon seinen Grund gehabt haben. Muss eine unvorstellbar schlimme Zeit gewesen sein. Ich bin noch ziemlich betroffen. Die Inszenierung hat mir auch sehr gut gefallen und die Schauspieler in sich sehr charmant in der Darstellung.

Ein wichtiger Abend!

Stimmen nach dem Seniorentheaterfestival:

Ich finde persönlich diese Art Theater"Aufarbeitung" ein sehr wichtiges Moment. Im Theater kann man
nicht ausweichen. Der abwechslungsreiche Einsatz der Mittel ("Rollator", Schattentheater, Interview...) hat die Spannung lebendig erhalten und die Personen nahe gebracht. Es war auch sehr klar, dass fundierte Recherchen dahinter lagen.
Ich habe von Anfang bis Schluss voll dabei sein können! Cécile

Ich war sehr beeindruckt mit wie viel Feingefühl dieses heikle Thema der "Kinderverschickung/Juden während des 2. Weltkrieges, verarbeitet wurde. Wie viel Kraft und Mut es den Eltern gekostet haben muss, ihre Kinder wegzugeben um sie in Sicherheit zu bringen, und welche Ängste diese Kinder
wohl ausgestanden haben.
Sehr gut haben mir die Dialoge an Hand eines Schattenspiels gefallen, eine gute Idee eine Kindheitserinnerung darzustellen .Die Gefahr, dass
Erwachsene ein Kind spielen und dabei kindisch wirken, hat in diesem Fall zu keiner Zeit bestanden.
Ohne Pathos nur mit sehr gut recherchierten Fakten, dies ist auf alle Fälle bei mir so herüber gekommen, es wurde keine Partei besonders hervorgehoben, nicht die mächtigen Nazis und nicht die Juden. Die eiserne Leiter begleitet in verschieden, klaren Verwendungsmöglichkeiten das
Publikum durch die verschiedenen Szenen, einfach toll. "Weniger ist oft
mehr", in diesem Sinn habt ihr die Requisiten und die Kostüme eingesetzt.
Laute, verständliche Sprache. Ausgezeichnete Mimik und Gestik. Ein Stück
das man gesehen haben muss, ein wertvoller historisch-kultureller Beitrag.
Ich kann euch dazu nur gratulieren
lg Anita Ohneberg, LVA-Seniorentheater/ Beobachter/Österreich

Don Juan kommt aus dem Krieg | Generationentheater
Premiere: 27. November 2010 20h
weiters: 28.11. 18h, 29.11-1.12. 20h


Es spielen: Rosmarie Aufderklamm, Margot Gasse, Sonja Krejci, Gudrun Obitzhofer, Walter Plattner, Karin Schebesta, Gigi Schneider, Alfgund Schett, Karin Schrittwieser, Maria Wibmer.

Leitung : Gertraud Kopp
Austattung/Licht: Nikolaus Granbacher
Dramaturgie: Andrea Hügli
Bühnenfassung : Marc Pommerening

Produktion Verein Frontzement Sektion Generationentheater diemonopol
Don Juan, die archetypische Männerphantasie vom omnipotenten Verführer, will Horvath in seiner 1934-36 entstandenen Schauspiel-Variante "ganz vom Standpunkt der Frauen aus" deuten. Er dekonstruiert gleichsam den Mythos, indem er seinen seltsam passiven Verführer durch eine gründlich aus den Fugen geratenen Nachkriegswelt taumeln lässt, immer auf der Suche nach der durch seine Schuld verstorbenen Braut, die ihm spukhaft in jeder Frau wieder begegnet. Keine einzige Liebesszene gibt es in dem gespenstischen, an Goya oder Kubin erinnernden, alptraumhaften Reigen, voll grotesker Bilder und Situationen.
Don Juan ist das Relikt einer durch die Katastrophe des 1.Weltkriegs gründlich kompromittierten Männerwelt, dessen Position angesichts gewandelter weiblicher Rollenmuster nachhaltig erschüttert wird.

Info und Kartenbestellung unter: gertraud.kopp@gmx.at theater@diemonopol.net
Tel: +43(0)664/24 25 993

Kritik:
Neun Frauen, ein Mann bespielen eine Bühne, auf der vereinzelt noch Remineszenzen der wunderbaren
jonke-luft-topographie zu erkennen sind, mit der Andrea Hügli (Regie)
und Nikolaus Granbacher (Bühne/Kostüm) das zweite freie Theaterfestival theater trifft, poetisch neu
vermessen haben. Die Spuren kommen nicht von ungefähr: Hügli und Granbacher mischen auch in dieser
Produktion des Generationentheater im diemonopol mit. Sie als Dramaturgin,
er selbstredend als Ausstatter. Für die Regie hat sich die engagierte Generationentheater-Leiterin Gertraud Kopp dieses Mal den vor allem auch als Theaterautor bekannten Marc Pommerening geholt,
von dem zuletzt in Tirol 'Gottes Guerilla' zu sehen war. Ein beachtliches Stück, das er für das sogenannte
Gedenkjahr schrieb und von Andrea Hügli in der Hofgarten-Gärtnerei
inszeniert wur-de. Beachtlich deshalb, weil er darin das verordnete Gedenken (an was auch immer)
auf intelligent subversive Weise seinem provinziellen politisch gerade opportunen Mief enthob und einmal
mehr deutlich machte, dass der Fundamentalismus zu allen Zeiten ganz gezielt für Machtinteressen instrumentalisiert wird. Dieses ebenso bedachte wie konsequente Abtragen von Mythen scheint tatsächlich ein zentrales Thema für Pommerening zu sein.

Denn auch Ödön von Horvaths Stück 'Don Juan kommt aus dem
Krieg' unterscheidet sich radikal von fast allen Werken über diesen kolportierten Frauenseelen-Konsumenten.
Auch wenn Don Juan fast bei allen Autoren und Künstlern, die sich mit diesem paradigmatischen
Frauenverführer beschäftigt haben, meist ein wenig rühmliches Ende nimmt, so blitzt doch über weite
Strecken immer wieder unverhohlene Bewunderung für diesen amoralischen pathologischen Frauenverführer
auf.
Ganz anders bei Horvath: er zeichnet Don Juan als systemische
Konstante in einer Gesellschaft, in der die Frauen immer wieder aufs Neue der Versuchung erliegen, sich
über die Liebe eines Mannes zu definieren. Zwar fordern die vom Krieg gezeichneten Frauen gleich
zu Beginn des Stückes ein, dass die Vorherrschaft des Mannes fallen
muss. Und fast scheint es, als hätten sie, die im Krieg plötzlich ganz allein auf sich gestellt waren, daraus ein
neues Lebensgefühl und auch eine Art neues Selbstbewusstsein entwickelt.
Eine, die Don Juan zum Tanzen auffordert, meint gar:' warum sollten nur die Männer Don Juane sein?' Doch dieser Anflug von Emanzipierung täuscht: schon wenig später findet sie sich in der Rolle des fallen gelassenen Liebes-Opfers wieder. Denn in einem Gesellschaftssystem der Geschlechterhierarchie ist Don Juan,
wie es scheint, der personalisierte Exekutor. Da mag selbst er noch
anfänglich glauben, dass er sich im und durch den Krieg verändert habe, bei entsprechenden Angeboten
steigt er schließlich doch wieder in dieses System ein und spielt sein altvertrautes Spiel weiter. Er weiß
selbst nur zu gut: 'Ich bringe den Damen nichts Gutes', aber er
kommt eben damit durch. Erst als er des Kindesmissbrauchs bezichtigt und damit plötzlich aus seiner
gesellschaftlich sicheren Rolle rausgeworfen wird, scheint sich auch sein Schicksal zu wenden.
Marc Pommerening hat dieses kühl sezierende Stück gestisch klar und schnörkellos auf die Bühne gebracht.
Er lässt sogar die Szenenanweisungen sprechen und versteht es ganz wunderbar, die Atmosphären
der jeweiligen Szenen nur über die Positionierung der Darstellerinnen im Raum anzudeuten. Der Text
ist in seiner verdichteten und gleichzeitig distanziert erscheinenden Emotionalität zweifelsohne eine
Herausforderung. Was freilich berührt und begeistert, ist die Aufarbeitung
eines Themas, das nach wie vor enorme Brisanz hat, wie uns erst jüngst eine Titelgeschichte der Zeit über die Situation der Frauen in Österereich bescheinigte. Um so erfreulicher, dass gerade das Generationentheater
sich immer wieder pointiert und kritisch mit emanzipatorischen Themen auseinandersetzt.
Im Spiel der Darsteller/innen schwingt jedenfalls viel Wissen um die realen Geschlechterverhältnisse
wie auch um die fortwährend produzierten Lebenslügen und Selbsttäuschungen mit.
(Christine Frei)

Schneewittchen | Generationentheater
Premiere: 04. Juni 2010 20h
weiters: 5.6. + 6.6.: 18h 8.6.,9.6.,10.6. 20h


Schneewittchen, eines der bedeutendsten Märchen der Welt, wird vom Generationentheater diemonopol neu interpretiert. Die pubertierende Prinzessin verbringt eine schlaflose Vollmondnacht mit einem mythologischen Schwein, ihrem depressiven Vater und einer eifersüchtigen Stiefmutter. Handelt das Schwein im Auftrag der Schweinegöttin Nut? Wird das Schneewittchen in der Vollmondnacht vom sportlichen Prinzen und dem ungehorsamen Jäger gerettet? Oder war alles nur ein böser Traum der schlaflosen Zwerge?
....Es spielen:
Rosemarie Aufderklamm, Sieglinde Griesser, Sonja Krejci, Gudrun Obitzhofer, Karin Schebesta, Alfgund Schett, Gigi Schneider, Karin Schrittwieser, Maria Wibmer und Walter Plattner
Regie: Andreas Erstling http://www.erstling.info
Ausstattung: Michaela Mück
Musik: Van Eismann
Dramaturgische Beratung: Andrea Hügli
Technik: Nikolaus Granbacher
Leitung: Gertraud Kopp

Frau Hintlerin | Generationentheater
Premiere: 24. November 2009 20h
weiters: 26.11., 27.11. und 28.11. um 20 Uhr, 29.11.09 17h


Es spielen: Rosmarie Aufderklamm, Margot Gasse, Sieglinde Griesser, Sonja Krejci, Gudrun Obitzhofer, Walter Plattner, Karin Schebesta, Gigi Schneider, Alfgund Schett, Maria Wibmer
Leitung: Gertraud Kopp
Dramaturgie & Co-Regie: Andrea Hügli
Bühnenausstattung: Nikolaus Granbacher

Angeregt durch Unterlagen von Herta Haisjackl, einer Nachkommin des Major Rupert Wintersteller, schrieb Dr. Ekkehard Schönwiese für das Ensemble des Generationentheaters diemonopol ein Theaterstück über Anna Hintlerin, die sich 1813 aufmachte, ihren geliebten Mann Rupert Wintersteller, den die Bayern in Geiselhaft genommen haben, zu suchen.
Rund um sie gibt es die Frauen wie zu allen Kriegszeiten: Frauen, die Männerarbeit verrichten, Frauen, die vergewaltigt werden, Frauen, die die Emanzipation anstreben.

Die Nächte der Schwestern Bronte | Generationentheater
Premiere: 30. Januar 2009 20h
weiters: 31.1. 20h, 1.2. 17h, 5.-7.2. 20h


Drei Klassikerinnen der angelsächsischen Welt. Drei Schwestern, deren Rang sie vordere Plätze beanspruchen lässt in den Logen der Weltliteratur: Emily schreibt sich in „stürmische Höhen“, Charlotte phantasiert sich zur „Jane Eyre“ und Anne, immerhin, wird zur Herrin von „Wildfell Hall“. Zusammen sind sie die Schwestern Bronte, eine nur scheinbar viktorianisch keusche Girl-Group, deren heimliche Schreibarbeiten von erotischen Obsessionen befeuert werden.

Es spielen:
Margot Gasse, Sonja Krejci, Karin Schebesta, Walter Plattner, Günter Jenewein
Regie: Gertraud Kopp
Dramaturgische : Andrea Hügli
Bühnenausstattung: Nikolaus Granbacher
Regieassistenz: Gigi Schneider

Pressetext
.In einem Pfarrhaus, trostlos gelegen zwischen Moor und Friedhof, führen die Schwestern Anfang des 19.Jahrhunderts ihr ärmliches, psychisch und physisch eingeengtes Leben. Die drei hochbegabten Frauen retten sich aber in eine Phantasiewelt und reifen zu Dichterinnen. Für Frauen dieser Zeit ein revolutionäres Unterfangen, ihre ersten Romane erscheinen deshalb unter einem männlichen Pseudonym.

Was sich in Susanne Schneiders Stück zwischen den drei Schwestern abspielt, ist eine Mixtur aus Geschwisterzwist, Melancholie, subtilen Verletzungen und einem stets wiederkehrenden Zusammenhalt. Es werden aber, durchaus mit Humor, auch ihre tief sitzenden Ängste und Zweifel in einer von Männern dominierten Welt thematisiert.

Swing kids | Generationentheater
Premiere: 06. November 2008 20h
weiters: 7.11., 8. 11., 9.11.2008


Wie war das? Damals? Wer war der 9-jährige Bub, damals, der unbedingt zur Hitler-Jugend wollte? Was wurde geredet, damals, in den Stollen während der Luftangriffe? Wer waren wir, damals, verstrickt in Not, Schrecken und Schuld des 2.Weltkriegs? Und woran erinnern wir uns?
Der 9-jährige Bub ist heute ein Rentner Mitte 70. Was an längst vergessen geglaubten Assoziationen, Bildern, Liedern, Geräuschen und Gerüchen bleiben übrig, mehr als sechzig Jahre danach? Jedes Mal, wenn ich eine Sirene höre, sehe ich mich in den Bunker laufen
Das Generationentheater diemonopol widmet sich diesmal den konkreten Erfahrungen und Erinnerungen seiner Mitglieder.
Mit Hilfe von Improvisationen, Tonbandaufzeichnungen, Videomitschnitten, niedergeschriebenen oder erzählten Geschichten und alten Briefen entsteht ein eigenes Stück aus der Gruppe.
Es spielen: Annemarie Fuchs, Margot Gasse, Sonja Krejci, Gudrun Obitzhofer, Walter Plattner, Karin Schebesta, Alfgund Schett, Gigi Schneider, Karin Schrittwieser, Maria Wibmer, Sonja Beiler
Bühnenfassung und Leitung: Gertraud Kopp
Choreografie: Andrea Hügli
Bühnenausstattung: Nikolaus Granbacher

Swing kids -You must remember it | Generationentheater
Premiere: 12. Juni 2008 20h
weiters: 13.6.,14.6. 2008 20h Nachmittagaufführung am 15. 6. um 16 Uhr 20h


Es spielen: Anemarie Fuchs, Margot Gasse, Sonja Krejci, Grudrun Obitzhofer, Walter Plattner, Karin Schebesta, Alfgund Schett, Gigi Schneider, Karin Schrittwieser, Maria Wibmer,

Buch und Regie: Gertraud Kopp
Dramaturgie /Co - Regie: Andrea Hügli
Bühnenausstattung: Nikoalus Granbacher

Wie war das ? Damals? Wer war der 9-jährige Bub, damals, der unbedingt zur Hitler-Jugend wollte? Was wurde geredet, damals, in den Stollen während der Luftangriffe?

Wer waren wir, damals, verstrickt in Not, Schrecken und Schuld des 2. Weltkrieges? Und woran erinnern wir uns?

Der 9-jährige Bub ist heute Rentner Mitte 70. Was an längst vergessen geglaubten Assoziationen, Bildern, Liedern, Geräuschen und Gerüchen bleiben übrig, mehr als 60 Jahre danach?

Jedes Mal, wenn ich die Sirenen höre, sehe ich mich in den Bunker laufen.

Das Generationentheater diemonopol widmet sich diesmal den konkreten Erfahrungen und Erinnerungen seiner Mitglieder.

Premiere: 29. November 2007 20h
weiters: 30.11.2007 20h 1.12.2007 20h


Regie: Marc Pommerening
Bühne/Licht: Nikolaus Granbacher
Produktionsbetreuung/Dramaturgie: Andrea Hügli
Leitung: Gertraud Kopp

Es spielen: Alfgund Shett, Karin Schebesta, Sonja Krejci, Margot Gasse, Annemarie Fuchs, Mechthild Chrombach, Maria Wibmer, Sieglinde Griesser, Gigi Schneider, Gudrun Obitzhofer, Walter Plattner

Keine Hommage an Hölderlin, kein herkömmlicher Lyrikabend erwartet Sie, sondern ein, auch humoristische Textmontage um Sprache und Schweigen , Genie, Irrsinn und Ruhm. Da ist der arme Hölderlin in seinem Turm , seine verwitwete Mutter , die für Kost und Logis aufkommt, seine karrierebewußbten Studienkollegen, fernab in Amt und Würden, die voyeuristische Neugier literaturinteressierter Besucher, das Stirnrunzeln der Mit - und die Krokodilstränen der Nachwelt. Ist die Nähe zum emotionalen Ausnahmezustand wirklich die Voraussetzung kreativer Höchstleistungen? Oder ist die naturgemäße Verklammerung von Genie und Wahnsinn eines der Hartnäckigsten Klischees romantisierender Kunstbetrachtung?

Frühere Verhältnisse | Generationentheater
Premiere: 10. Mai 2007 20h
weiters: 11.5.2007 20h 12.5.2007 20h, Wiederaufnahme 17. - 19.1.2008 Ferdinandeum Innsbruck


Es spielen:
Frau Scheitermann: Sonja Krejci
Herr Scheitermann: Karin Schebesta
Muffl: Franziska Kaiser,Sieglinde Griesser
Peppi Amsel: Gudrun Obitzhofer
Sänger: Gigi Schneider und Walter Plattner

Regie: Gertraud Kopp
Regieassistenz: Margot Gasse
Dramaturgische Betreuung: Andrea Hügli
Ausstattung: Mag. Nikolaus Granbacher

Das Generationentheater die monopol hat sich im vergangenen Herbst die Aufgabe gestellt, anhand der vier Hauptpersonen von Nestroys Dienstbotenkomödie Frühere Verhältnisse Figuren zu erarbeiten. Ambitionierte Schauspielerinnen haben den Text auswendig gelernt , es führte Regie Gertraud Kopp mit Unterstützung der Regisseurin Andrea Hügli. Die Bühnenausstattung hat wieder Nikolaus Granbacher übernommen.

Inhalt:
„Es kommt weniger darauf an, was man leistet, als vielmehr darauf, wo man es leistet.“
In der Dienstbotenkomödie FRÜHERE VERHÄLTNISSE von Johann Nestroy
begegnen sich vier Personen, die alle – mit Ausnahme der Frau Scheitermann –
von ihren früheren Verhältnissen geprägt sind. Der hinaufgekommene Holzhändler Scheitermann, sein heruntergekommener ehemaliger Prinzipal Muffl und dessen ehemalige Geliebte Peppi Amsel, gescheiterte Komödiantin, jetzt wieder Köchin, erleben ein böses Erkennen im Hause der Scheitermanns.
Muffl, Nestroys Sprachrohr, kritisiert die Rasse guter Menschen, die oft zum Bösen verleitet werden: „So gibt’s viel gute Mensch’n, aber grundschlechte Leut’.“

Stadt der Frauen | Generationentheater
Premiere: 10. Januar 2007 20h
weiters: 11., 12., 13., 14.1.2007


Regie: Andrea Hügli
Bühne / Licht: Mag. Nikolaus Granbacher
Leitung: Gertraud Kopp
Regieassistenz: Olivia Platzer

Es spielen:
Frauen: Rosmarie Aufderklamm, Mag. Claudia Egg, Annemarie Fuchs, Margot Gasse, Sieglinde Griesser, Agnes Handle, Franziska Kaiser, Sonja Krejci, Gudrun Obitzhofer, edith Plug, karin Schebesta, Gigi Schneider , Karin Schrittwieser, Maria Wibmer und drei Jugendlich: Julia Aufderklamm, Deborah Gregoire, Valentina Rainer, sowie Regieassistentin Olivia Platzer.
Männer: Günther Jenewein, Walter Plattner

1979 dreht Federico Fellini seine klassisch gewordene Satire " Stadt der Frauen" . Dabei ironisiert er die naturgemäßen Ängste des italienischen Machos vor selbstbewusst- dominanter Frauenpower. Er zeigt aber auch den spießigen Dogmatismus in den die frisch Befreiten zurückfallen Die Theaterbearbeitung der 35- jährigen Regisseurin Andrea Hügli zieht Bilanz mit der sexuellen Revolution. In ihrer Inszeneierung stellen sich den zuweilen zotigen Männerphantasien 14 Frauen , 3 Jugendliche Frauen und zwei Männer mit sehr viel Mut.

Die Blinden | Generationentheater
Premiere: 21. Mai 2005 20h
weiters: 22., 23., 24., 25. 6. 2006


Es spielt : Ensemble Generationentheater diemonopol
Regie: Marc Pommerening
Bühne/Kostüm/Licht: Mag. Nikolaus Granbacher
Leitung: Gertraud Kopp
Dramaturgie/Chorographie: Andrea Hügli

Inhalt:
Blinde warten auf die Rückkehr des Priesters, der sie
aus dem Hospiz ans Meer geführt hat. Auf Steinen
sitzend orten sie sich zunächst untereinander, fragen
aber dann zunehmend, warum er wohl ausbleibt und
müssen schließlich feststellen, dass er gestorben ist.
Ihre Rückkehr ins Hospiz scheint unmöglich. Der einzige
Hoffnungsanker ist das Kind der Irrsinnigen, denn es
allein kann sehen. Ist es der Tod oder die Rettung?

Der vom belgischen Symbolisten Maurice Maeterlinck
(1862-1949) geschriebene Einakter „Die Blinden“ wird
heute als Vorläufer von Samuel Becketts „Warten auf
Godot“ gesehen. Maeterlinck selbst bezeichnet „Die
Blinden“ als statisches Theater, es ist in seinem Sinne,
dass das Stück nicht naturalistisch gedeutet wird.

In dieser Inszenierung hat das Regieteam (Regisseur
Marc Pommerening und Regisseurin Andrea Hügli) auf
die naturalistische Darstellung des toten Priesters, des
Kindes und des Hundes verzichtet.
Klare Figurenkonstellationen und Lichtmalereien
(Nikolaus Granbacher) reduzieren auf das Wesentliche
und vermitteln eine abstrakte Theatersprache.

Stille Nacht, Heilige Nacht | Generationentheater
Premiere: 15. Oktober 2005 20h
weiters: 16.10.2005


Erinnerungsstück